Skiathos hat uns vor allem mit seiner Mischung überrascht: morgens durch einen stillen Kiefernwald laufen, nachmittags in einer kleinen Bucht baden und abends durch die Gassen von Skiathos-Stadt ziehen. Einen festen Plan brauchten wir dafür selten. Hier findest du die Orte, zu denen wir sofort wiederfahren würden – und ein paar ehrliche Hinweise zu den bekannten Highlights.
Skiathos auf einen Blick
Was möchtest du auf Skiathos erleben?
Versteckte Buchten, eine kleine Wanderung oder ein Tag auf dem Wasser? Wähle aus, was zu deinem Urlaub passt, und entdecke unsere persönlichen Favoriten.
9 Bereiche werden angezeigt.
Fishing Trip
Ein Tag auf einem kleinen Fischerboot, selbst die Angel auswerfen und den Fang später gemeinsam essen.
Wenn du vor allem Skiathos-Stadt und die bekannten Strände an der Südküste besuchen möchtest, kommst du grundsätzlich gut mit dem Bus zurecht. Zu den typischen Stoßzeiten am Morgen und am späten Nachmittag waren die Busse bei uns allerdings oft sehr voll – etwas Geduld gehört dann dazu.
Für das Kastro, den ruhigeren Norden und spontane Stopps an kleinen Buchten fanden wir einen Mietwagen deutlich entspannter. Ein ATV ist auf den schmalen Wegen zwar handlich, bietet aber kaum Stauraum. Egal wofür du dich entscheidest: Einige Straßen sind steil oder unbefestigt. Prüfe deshalb vorher im Mietvertrag, welche Strecken du fahren darfst, und nimm nur Wege, auf denen du dich wirklich sicher fühlst.
Werbung · Affiliate-Link
Mietwagen für Skiathos vergleichen
Wenn du Kastro und andere Orte unabhängig vom Bus besuchen möchtest, kannst du hier die verfügbaren Mietwagen vergleichen.
Bei einer Buchung über diesen Link erhalte ich eine Provision. Für dich ändert sich der Preis nicht.
Unsere Erlebnisse
Unsere liebsten Skiathos-Tipps zwischen Meer und Kiefernwald
Auf Skiathos reichte morgens oft ein Blick aus dem Fenster: Sonne bedeutete Strand oder Boot, ein bewölkter Tag war perfekt für den Mandraki-Wald. Weil die Wege kurz sind, lassen sich Baden, kleine Ausflüge und ein Abend in der Stadt wunderbar verbinden. Das sind die Erlebnisse, die uns besonders in Erinnerung geblieben sind.
Fishing Trip: angeln und das Netz einholen
Der Fishing Trip war einer unserer schönsten Tage auf Skiathos – die Tour war wirklich der Hammer. Gebucht haben wir sie bei Skiathos Fishing Tourism. Wir durften selbst angeln und halfen später dabei, ein Fischernetz einzuholen. Riesig war der Fang zwar nicht, für unser gemeinsames Mittagessen hat er aber gereicht. Vera, unsere Anbieterin, war total herzlich. Mit Englisch kamen wir manchmal nur mit Händen und Füßen weiter – funktioniert hat es trotzdem. Zum Baden hielten wir am Diamanti Beach und an einem Strand auf Tsougkrias, auch Tsougria genannt. Dorthin kommst du nur mit dem Boot.
Beim Fishing Trip konnten wir selbst angeln und beim Einholen des Netzes mithelfen.
Was außerdem möglich ist: ein Segeltörn oder ein kleines Mietboot. Beides haben wir selbst noch nicht ausprobiert. Der bekannte Lalaria Beach ist nur vom Wasser aus erreichbar. Ob du mit einem Mietboot dorthin fahren darfst und einen Bootsführerschein brauchst, klärst du am besten direkt mit dem Vermieter – das hängt vom Boot, der Route und dem Wetter ab.
Werbung · Affiliate-Links
Aktivitäten auf Skiathos
Wenn du selbst aufs Wasser möchtest oder eine andere Aktivität auf Skiathos suchst, findest du hier passende Angebote. Die angezeigten Touren haben wir nicht selbst ausprobiert.
Wenn du über einen der Links buchst, erhalte ich eine Provision. Für dich ändert sich der Preis nicht.
Die Angebote werden von GetYourGuide geladen. Dabei werden Daten an GetYourGuide übertragen und Affiliate-Tracking aktiviert.
Das alte Kastro im Norden der Insel
Beim Kastro war tatsächlich die Anfahrt aufregender als der spätere Fußweg. Die Straße wird immer schmaler und steiler. Auf den letzten Kilometern fuhren wir über losen, sandigen Untergrund und später über einen gepflasterten Abschnitt, auf dem kaum zwei Autos aneinander vorbeipassen. Wir waren ehrlich gesagt froh, dass uns niemand entgegenkam. Das Foto zeigt ganz gut, was dich dort erwartet.
So sieht ein Teil der Anfahrt zum Kastro aus: schmal, unbefestigt und ohne viel Platz zum Ausweichen.
Es gibt zwei Parkmöglichkeiten. Wir blieben auf dem oberen Platz. Von dort waren es ungefähr fünf Minuten bis zum Beginn des eigentlichen Fußwegs und anschließend noch einmal zehn bis fünfzehn Minuten bis zum Kastro. Weiter unten gibt es einen kleinen Parkplatz für vielleicht fünf oder sechs Autos. Uns war es dort zu eng.
Oben liefen wir etwa 30 bis 45 Minuten zwischen alten Mauern, kleinen Gebäuden und Kapellen umher. Am besten gefielen uns die weiße Kapelle und der Blick hinunter zum Kastro Beach.
Zwischen den Mauerresten steht diese kleine weiße Kapelle.
Kastro Beach: Strandtag zwischen den Ausflugsbooten
Vom Kastro liefen wir weiter hinunter zum Strand. Als wir gegen Mittag ankamen, legte gerade ein großes Ausflugsboot ab – und plötzlich war es erstaunlich leer. Das hielt allerdings nur so lange, bis das nächste Boot kam. Ob du den Strand ruhig oder ziemlich voll erlebst, ist also ein bisschen Glückssache.
Wir blieben den ganzen Nachmittag. In der kleinen Taverne bestellten wir einen griechischen Salat, der locker für zwei gereicht hätte. Und ja, der Esel davor musste natürlich auch aufs Foto. Erst am frühen Abend machten wir uns zurück auf den Weg nach Skiathos-Stadt.
Die kleine Taverne lag direkt beim Strand und war für uns der Platz für die Mittagspause.
Zeit für Skiathos-Stadt
Für Skiathos-Stadt brauchst du keinen großen Plan. Wir sind meistens einfach am Hafen gestartet, durch die Gassen und die Einkaufsstraße gelaufen und irgendwo zum Essen hängen geblieben. Zum Sonnenuntergang lohnt sich der kurze Weg hinauf zur Kirche Agios Nikolaos mit ihrem Uhrturm. Von dort blickst du über die Dächer und den Hafen.
Zwischen den weißen Häusern und dem Hafen kann man leicht einen ganzen Abend verbringen.
Bei Plakes über die Felsen ins Wasser
Nur ein paar Minuten von den Gassen entfernt liegen bei Plakes große Felsen direkt am Wasser. Einen klassischen Strand gibt es hier nicht: Wir kletterten über die Felsen ins Meer. Wasserschuhe sind dafür praktisch. Für eine schnelle Abkühlung nach dem Stadtbummel mochten wir den Platz richtig gern – und ein bisschen Sonnenuntergang gab es später auch noch.
Bei Plakes kletterten wir über die Felsen ins Wasser.
Diamanti Beach: vom Boot und vom Land aus
Den Diamanti Beach sahen wir zum ersten Mal vom Fischerboot aus – eine kleine, geschützte Bucht mit klarem Wasser, bei der wir sofort dachten: Hier müssen wir noch einmal her. Ein paar Tage später parkten wir oben an der Straße und liefen den Weg hinunter. Der Strand ist größtenteils sandig, nur vereinzelt liegen Steine im Wasser. Wir blieben bis zum späten Nachmittag und hätten problemlos noch länger bleiben können. Die Beach Bar sah gemütlich aus, ausprobiert haben wir sie aber nicht.
Diamanti Beach sahen wir auf der Bootstour und kamen später noch einmal mit dem Auto zurück.
Wandern im Mandraki-Wald
Als der Himmel an einem Tag grau blieb, tauschten wir Strandtuch gegen Wanderschuhe und liefen durch den Mandraki-Wald. Wir parkten bei Koukounaries in der Nähe eines ehemaligen Hotels und folgten den Wegen Richtung Nordküste. Zwischen den Kiefern tauchte immer wieder das Meer auf. An den Stränden lag wegen des Nordwinds viel Seegras, zum Baden zog es uns deshalb nicht hinein – für die wilde Küste und die ruhige Stimmung hat sich die Runde trotzdem gelohnt.
Unsere Runde dauerte ungefähr zwei bis drei Stunden. Im Wald zweigen immer wieder weitere Wege ab, du kannst sie also problemlos verlängern. Ein Teil unserer Strecke war auch für Autos freigegeben und entsprechend kamen uns hin und wieder Fahrzeuge entgegen. Wenn du nur auf schmalen Wanderwegen laufen möchtest, schau dir die Route vorher genauer an.
Während der Wanderung im Mandraki-Wald kamen wir an mehreren Buchten vorbei.
Kloster Evangelistria und Athos Café
Als wir das Kloster Evangelistria besuchten, fand dort gerade eine Taufe statt. Rund um das sonst ruhige Kloster war deshalb einiges los. Wir drehten eine kleine Runde über das Gelände und schauten noch in den Laden, in dem es unter anderem Wein und Oregano gab. Das Museum ließen wir aus.
Direkt nebenan liegt das Athos Café – perfekt für eine Pause danach. Mein Orangenkuchen war richtig lecker, genauso wie die Sandwiches. Von einigen Tischen blickst du bis zum Meer.
Das Kloster Evangelistria besuchten wir an einem zunächst bewölkten Tag.
Unsere Restaurants und Cafés in Skiathos-Stadt
In Skiathos-Stadt ist die Restaurant-Auswahl riesig, günstig ist es aber nicht überall. Das Lo&La war etwas teurer, dafür richtig gut. Vor allem die Trüffel-Arancini auf Parmesansoße würden wir sofort wieder bestellen. Im Gaia hatten wir Lammkoteletts: eine ordentliche Portion und geschmacklich ebenfalls sehr lecker.
Die Trüffel-Arancini im Lo&La blieben uns besonders in Erinnerung.
Mit dem Frühstück hatten wir nicht überall Glück. Für guten Kaffee würden wir aber wieder ins Las Ramblas gehen. Generell findest du in der Stadt viele Cafés mit Siebträgermaschinen, falls du morgens lieber Cappuccino als griechischen Kaffee trinkst. Außerhalb der Stadt mochten wir besonders das Athos Café beim Kloster.
Mehr Inseln
Weitere griechische Inseln entdecken
Noch nicht genug von Griechenland? In der Übersicht findest du weitere Inseln und unsere nächsten Guides.