Korfu ist grüner, wilder und abwechslungsreicher, als wir es erwartet hatten. Von Paleokastritsa aus entdeckten wir kleine Buchten, alte Bergdörfer und Korfu-Stadt, fuhren mit dem eigenen Boot an der Ostküste entlang und machten einen Tagesausflug nach Paxos und Antipaxos. Dabei zeigte sich schnell: Die berühmtesten Fotospots waren nicht automatisch unsere liebsten Orte. Hier kommen unsere persönlichen Highlights – und unsere ehrliche Meinung zu Porto Timoni & Co.
Korfu auf einen Blick
Was möchtest du auf Korfu erleben?
Lieber zu einer versteckten Bucht laufen, durch alte Dörfer streifen oder einen Tag mit dem Boot verbringen? Wähle dein Thema und entdecke unsere liebsten Orte.
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Paleokastritsa
Grüne Hänge, tiefblaue Buchten und abends richtig gut essen – unsere Lieblingsbasis an der Westküste.
Mit dem Mietwagen über Korfu: unsere praktischen Tipps
Korfu sieht auf der Karte kompakt aus, doch die kurvigen Straßen machen selbst kurze Strecken schnell zu einer kleinen Fahrt. Genau deshalb waren wir mit dem Mietwagen froh: Wir konnten Buchten, Bergdörfer und Aussichtspunkte spontan miteinander verbinden. Plane trotzdem etwas mehr Zeit ein, als die Entfernung vermuten lässt. Zum Rovinia Beach und Porto Timoni parkst du oberhalb und läufst das letzte Stück zu Fuß; in Korfu-Stadt fanden wir in Hafennähe ohne Probleme einen Parkplatz.
Bootstour: Wind und Seegang können die Route kurzfristig verändern. Lass dir vor der Abfahrt auch das sichere Ankern zeigen.
Porto Timoni: Für den Weg nach unten feste Schuhe, Wasser und Sonnenschutz einpacken.
Sonnenuntergang: Früh genug kommen – die Parkplätze beim Kloster und der Aussichtspunkt füllen sich am Abend.
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Unsere Reise
Unsere Korfu-Highlights zwischen wilden Buchten und kleinen Dörfern
Unsere Tage auf Korfu fühlten sich jedes Mal ein bisschen anders an: mal liefen wir nur mit Badesachen zu einer versteckten Bucht, mal fuhren wir hinauf in die Berge oder verbrachten den ganzen Tag auf dem Wasser. Paleokastritsa war dafür unsere Basis – und einige Orte mochten wir so sehr, dass wir gleich mehrmals zurückkamen.
Unsere Korfu-Reise auf einen Blick
Paleokastritsa als Ausgangspunkt für unsere Tage an der Westküste
mehrere Besuche am Rovinia Beach und Abstecher nach Liapades
Bootstour ab Lefkimmi zu den Blauen Höhlen, nach Gaios auf Paxos und zum Baden nach Antipaxos
ein Tag mit dem eigenen Mietboot an der Ostküste bis zum Avlaki Beach
kurze Wanderung zum Limni Beach
Afionas und der Abstieg zum Porto Timoni Beach
Ausflug auf den Pantokrator mit Besuch des kleinen Klosters
Old Perithia und danach Baden bei Kassiopi
ein ganzer Tag in Korfu-Stadt und ein kurzer zweiter Besuch vor dem Rückflug
Sonnenuntergang am Aussichtspunkt beim Kloster und im Restaurant Monastre
Paleokastritsa als Ausgangspunkt
Paleokastritsa war für uns genau die richtige Basis: morgens schnell an einer der Buchten, nachmittags in Liapades und abends noch hinauf zum Kloster oder zum Sonnenuntergang. Die grünen Hänge und das tiefblaue Wasser sehen fantastisch aus. Ganz ruhig ist der Ort allerdings nicht – tagsüber ziehen die bekannten Strände und Aussichtspunkte viele Besucher an.
Auf Korfu liegen tiefblaue Buchten direkt unter dicht bewachsenen Hängen.
Rovinia Beach und Liapades
Zum Rovinia Beach kamen wir nicht ohne Grund gleich mehrmals zurück. Schon der kleine Pfad vom Parkplatz hinunter macht Lust aufs Meer: Zwischendurch öffnet sich der Blick auf den Liapades Beach, bevor unten eine geschützte Bucht mit Sand und hellen Steinen auftaucht. Für uns war das einer dieser Orte, an denen man nur kurz baden will – und dann doch den halben Tag bleibt.
Auf dem Rückweg lohnt sich ein kleiner Umweg durch Liapades. Der Ort ist größer, als wir vorher gedacht hatten. Direkt an der Kirche liegt das Restaurant Marineris. Das Essen war richtig lecker, die Preise absolut fair – wir waren am Ende drei- oder viermal dort. Besonders empfehlen können wir die frittierten Kalamari.
Eine kleine Kiesbucht, eingerahmt von Felsen und viel Grün.
Limni Beach: kurz hinlaufen, dann ins Wasser springen
Auch der Limni Beach war so ein Ort, der schon von oben Lust aufs Baden macht. Vom Parkplatz läufst du nur ein kurzes Stück, dann liegt die schmale Kiesbucht unter dir. Unten führt ein kleiner Steg ins klare Wasser – perfekt, um ohne langes Zögern direkt hineinzuspringen.
Uns gefiel der Limni Beach deutlich besser als der viel bekanntere Porto Timoni. Wenn du schöne Buchten magst und ein paar Minuten Fußweg nicht stören, würden wir ihn auf jeden Fall mit auf die Liste nehmen.
Bootstour nach Paxos und Antipaxos
Unsere Bootstour startete in Lefkimmi im Süden Korfus. Spätestens an den Blauen Höhlen klebten wir an der Reling: Das Licht ließ das Wasser zwischen den hellen Felsen fast unwirklich blau leuchten.
Danach hatten wir etwas freie Zeit in Gaios, der Hauptstadt von Paxos. Wir liefen durch den Ort und holten uns dort etwas zum Mittagessen, bevor es weiter nach Antipaxos ging. Der Strand dort sah wunderschön aus und wir hatten viel Zeit zum Schwimmen. Ein Geheimtipp ist der Stopp allerdings nicht: Mit uns lagen noch einige andere Ausflugsboote vor der Küste.
Wenn du lieber in einer kleineren Gruppe unterwegs bist, kannst du auch nach einer Segeltour schauen. Die ist meistens teurer. Da wir auf Korfu zusätzlich selbst ein Boot gemietet hatten, entschieden wir uns für die günstigere klassische Tour – und hatten trotzdem einen richtig schönen Tag auf dem Wasser.
Mit dem Boot ging es für einen Zwischenstopp in einen Hafen auf Paxos.
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Unsere Tour nach Paxos und Antipaxos
Diese Tour haben wir selbst gemacht. Sie startet in Lefkimmi und verbindet die Blauen Höhlen mit Zeit in Gaios und einem Badestopp auf Antipaxos.
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Mit dem eigenen Mietboot an der Ostküste
Einen weiteren Tag verbrachten wir komplett auf dem Wasser. Bei Nissaki Boat Rental – Fantasy Boats mieteten wir nach einer sehr kurzen Einweisung selbst ein kleines Boot. Danach fuhren wir auf eigene Faust an der Ostküste entlang. Unser nördlichster Punkt war der Avlaki Beach; dazwischen hielten wir immer wieder an kleineren Stränden und sprangen zum Schwimmen ins Wasser.
Für uns war das eine richtig coole Möglichkeit, den Tag frei einzuteilen. Wir konnten dort stoppen, wo es uns gefiel, und mussten uns nach keinem Tourprogramm richten.
Pantokrator: Aussicht vom höchsten Berg Korfus
Für einen Tapetenwechsel fuhren wir hinauf auf den Pantokrator, den höchsten Berg Korfus. Oben wurde es plötzlich ruhig: ein kleines Kloster, viel Wind und ein weiter Blick über die grüne Insel bis zum Meer. Allein dafür hat sich die kurvige Fahrt gelohnt.
Old Perithia und Baden bei Kassiopi
In Old Perithia fühlte sich Korfu plötzlich ganz anders an. Zwischen alten Steinhäusern, Ruinen und stillen Gassen lässt sich noch erahnen, wie das frühere Bergdorf einmal aussah. Gleichzeitig sind einige Tavernen zurückgekehrt. Genau diese Mischung aus verlassener Kulisse und lebendigen Terrassen fanden wir spannend – und gegessen haben wir dort ebenfalls gut.
Im Hochsommer würden wir den Besuch eher auf einen nicht ganz so heißen Tag legen. Wir kombinierten den Ausflug anschließend mit Kassiopi. Entlang der Küste liegen dort mehrere kleine Strände, viele davon mit Liegen und Schirmen. Wir fanden aber auch noch einen freien Platz auf den Steinen und gingen von dort ins Wasser.
Klares Wasser und ein heller Kiesstrand bei Kassiopi.
Porto Timoni und die Prozession in Afionas
Porto Timoni ist wahrscheinlich einer der meistfotografierten Orte auf Korfu. Uns hat der Strand trotzdem nicht besonders umgehauen. Wir parkten oben in Afionas und liefen über einen kleinen Weg hinunter. Selbst im Juni war es unten extrem voll und wir fanden kaum noch einen Platz, an dem wir bequem liegen konnten.
Spannender war für uns an diesem Tag fast das Dorf selbst: In Afionas fand gerade eine kirchliche Prozession statt, die wir uns noch eine Weile ansahen. Solche ungeplanten Momente bleiben am Ende manchmal mehr hängen als der bekannte Fotospot.
Ein Tag in Korfu-Stadt
Für Korfu-Stadt, auf Griechisch Kerkyra, nahmen wir uns einen ganzen Tag Zeit – und brauchten trotzdem keinen großen Plan. Am schönsten war es, einfach durch die schmalen Gassen zu laufen, an den pastellfarbenen Häusern vorbeizuschauen und zwischendurch bei einem Kaffee sitzen zu bleiben.
Mitten in der Stadt liegt der Faliraki Bathing Beach. Er sah schön aus, war bei unserem Besuch aber so voll, dass wir nicht mehr ins Wasser gingen. Kurz vor dem Rückflug kamen wir noch einmal nach Kerkyra. Das passte gut, weil der Flughafen nicht weit entfernt ist und wir den Mietwagen dort zurückgaben. Parkplätze fanden wir problemlos in der Nähe des Hafens.
Sonnenuntergang beim Kloster Paleokastritsa
Für den Sonnenuntergang lohnt sich der Aussichtspunkt bei den Felsen nahe dem Kloster Paleokastritsa. Vom Kloster gehst du noch ein Stück über die Steine nach vorne – und plötzlich liegt die ganze Westküste vor dir. Direkt am Kloster gibt es einige Parkplätze. Sind sie voll, kannst du weiter unten parken und das letzte Stück hochlaufen.
Hier entstand auch das Foto mit dem orangenen Kleid. Zum Sonnenuntergang waren wir allerdings nicht allein – der Aussichtspunkt ist bekannt und kann entsprechend voll werden.
Sonnenuntergang am Aussichtspunkt auf den Felsen beim Kloster Paleokastritsa.
Unsere Restauranttipps auf Korfu
Für einen besonderen Abend würden wir wieder ins Monastre gehen. Wenn die Sonne hinter der Küste verschwindet und die Terrasse langsam golden wird, ist der Blick wirklich etwas Besonderes. Das Restaurant ist etwas teurer, dafür hat uns auch das Essen überzeugt. Für einen Tisch zum Sonnenuntergang solltest du unbedingt vorher reservieren und rechtzeitig da sein.
Du musst dort aber nicht essen, um den Sonnenuntergang in dieser Gegend zu sehen. Der Aussichtspunkt an den Felsen beim Kloster ist eine kostenlose Alternative mit ähnlich schönem Blick.
Sonnenuntergang auf der Terrasse des Monastre bei Paleokastritsa.
In Paleokastritsa waren wir außerdem mehrmals in der Nausika Taverna. Besonders die Lammkoteletts schmeckten uns dort sehr gut. Unser zweiter Wiederholungstipp ist das Marineris in Liapades: sehr leckeres Essen, faire Preise und für uns gut genug, um gleich mehrmals wiederzukommen.
Nach unserem Tag mit dem Mietboot fuhren wir zum Moby Dick in Ipsos-Pyrgi. Das Essen war richtig lecker und damit ein sehr guter Abschluss für unseren Tag an der Ostküste.
Nach Old Perithia und Kassiopi waren wir in der Nikolas Traditional Taverna an der Agni Bay. Dort aßen wir Seafood mit Blick aufs Meer, bevor es am Abend zurück nach Paleokastritsa ging.
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Weitere Aktivitäten auf Korfu
Wenn du neben der Paxos-Tour noch nach einer Bootstour, Stadtführung oder einer anderen Aktivität suchst, findest du hier aktuelle Angebote für Korfu. Abgesehen von der oben beschriebenen Tour nach Paxos und Antipaxos haben wir die angezeigten Aktivitäten nicht selbst ausprobiert.
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